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Jugendfastnacht - ne coole Sause

Hirschfeld, den 23.02.2017

Das erste größere, rauschende Fest in Hirschfeld,  die Jugendfastnacht, ist vorüber. Auf die Frage: Was ist die Jugendfastnacht?"antwortet Ivonne Haase, die Organisatorin: " Das ist das Leben von Traditionen und in jeder Hinsicht ein "Muss" für die Jugend!

 

Am Freitag trafen sich die 62 Teilnehmer des Festes. Nach alter Tradition überreichten die "Herren" ihren" Damen" ein Blümchen. Diese wiederum steckten ihren Auserwählten ein "Sträußchen" ans Jackett. Lautstark forderte die Hirschfelder Knüppelkapelle zum Abmarsch auf. In Zweierreihen zogen nun die Pärchen durch das Dorf. Viele Schaulustige an den Straßenrändern warteten, um das Treiben zu verfolgen.

 

Die Feierlichkeiten wurden auf dem überfüllten Saal des Gasthofes "Zum Hirsch" mit einer Polonaise eröffnet. DJ Falk sorgte musikalisch für die richtige Stimmung. In feiner Abendgarderobe, die jungen Männer in dunklen Anzügen, die Mädchen überwiegend in edlen Abendkleidern, schwebten förmlich über die Tanzfläche. Vom langsamen Walzer aber auch zu flotteren Rhythmen immer wieder bewegten sich die Jugendlichen nach der Musik. Einfach wunderschön anzusehen!

 

Ab 22.00 Uhr durften Jackett und Krawatte abgelegt werden. Das war auch die Zeit, wo Jugendliche mit einem eigenem Programm für heiter Stimmung sorgten. Das Motto lautete: „Hirschfeld mach dich krass“ So manches nahmen sie mit ihren Sketchen kritisch aufs Korn. Es wurden einheimische Unternehmen parodiert. Immer wieder wurde der Ruf nach Zugaben laut. Ein Highlight folgte auf das andere. Im Saal und auf den Bänken wurde mitgesungen, getanzt und geschunkelt.

 

Besonders interessiert verfolgten die anwesenden Eltern und Großeltern, das lustige Treiben auf der Tanzfläche. Eine Oma kommentierte: "Es ist wunderschön. Jugenderinnerungen werden bei mir wieder wach". So wurde der Teilnehmer ermittelt, der am schnellsten gebratene Eier organisierte, wieder auf dem Saal erschien und diese vor aller Augen verspeiste. Florian Richter und Laura Germann waren die Schnellsten.

 

Wer am Samstagmorgen wieder fit war, ging maskiert und mit bunten Kostümen verkleidet, mit Zamperwagen und Sparbüchsen lautstark auf Zampertour. So klingelten die närrischen Gestalten an den Haustüren und baten um Spenden. Bei vielen netten Begegnungen mit den Einwohnern wurden sie, nach alter Tradition, mal mit Getränken, mal mit Kaffee, Suppe oder warmen Würstchen erwartet. Die Fastnachtskasse wurde mit Euros und der mitgeführte Zamperwagen mit Naturalien wie Eiern, saure Gurken, Speck, Eingeweckten und Getränken reichlich gefüllt.

 

Nach dem Zampern blieb bis zur großen Faschingsfete am Abend nicht viel Zeit. Pünktlich sollten die Teilnehmer in ihren schmucken Kostümen schon erscheinen. Andernfalls werden „Kerker- und Strafen durch das Faschingsgericht verhängt. Das beste Kostüm wurde durch eine Jury gekürt. Sebastian Bischof und Nicole Funk holten mit ihrem Joker/Harlekinkostüm den Pokal. Zamperkönigin wurde Nancy Reiche, die mit ihrer Kasse am meisten erzampert hatte. Nach einigen lustigen Spielen stand es fest, Meridel Linge und David Pfennig wurden als Mister und Miss Jufa 2017 ernannt. Das bunte Treiben, feucht fröhlich, ausgelassen dauerte wieder bis in die frühen Morgenstunden.

 

Am Morgen des dritten Tages hatte der Wirt der Gaststätte "Zum Hirsch", Manuel Just, mit seinen Helfern, die reichlich gesponserten Naturalien in ein einköstliches "Eierbuffet" verwandelt. Mit mehr oder weniger Appetit wurde zugelangt, was aber keinesfalls an der Zubereitung lag.

 

Alle Teilnehmer der Hirschfelder Jugendfastnacht des Jahres 2017 waren sich darin einig, „Die diesjährige Jugendfastnacht war wieder ein gelungenes Fest. Wir lieben den Ball, das Zampern und den Fasching. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei.

 

Wir danken den Sponsoren, der Feuerwehr, dem Heimatverein, dem Spielmannszug und dem Gasthof „Zum Hirsch“. Zudem danken wir den Hirschfelder Bürgern für die vielen Zampergaben.  Außerdem wurden an dem Wochenende für den Jugendclub  Spenden in Höhe von 626 Euro gesammelt. Auch dafür herzlichen Dank, so Ivonne Haase.

 

(Text/Foto: Wolfgang Kniese)