Hochwasserschutz geht Alle etwas an!

Aus der Sitzung der Hirschfelder Gemeindevertreter berichtet.

Hochwasserschutz geht Alle etwas an!

 Hirschfelder Bürger werden gebeten, beim Hochwasserschutz mitzuhelfen.

Gewitter und Starkregen versetzten am 05. 07.12 die Hirschfelder Bürger in Angst und Schrecken. Der Schaden, der an Straßen, Gehwegen, Gräben, Bächen, Gebäuden und Elektroanlagen dadurch der Gemeinde entstand, beträgt ca. 200 000 Euro. Hinzu kommen die umfangreichen Schäden, die am privaten Eigentum, wie an den Häusern, den Gärten, den Scheunen u.a ., entstanden sind.

Klar ist, dass die Schäden beseitigt werden müssen. So wurde durch die Gemeindevertreter nach einer Erfassung der Schäden, eine Prioritätenliste erstellt. Die zu beseitigenden Schäden wurden nach ihrer Dringlichkeit und nach den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde eingestuft. Direkte Gefahrenquellen wurden sofort beseitigt.

Dann wurde eingeteilt in Maßnahmen zur Schadensbeseitigung, die sofort, mittelfristig oder langfristig realisiert werden müssen.

 Maßnahmen, die sofort eingeleitet wurden, sind z. B. der Instandsetzung der Straßenentwässerung in der Bergstraße, da bei größeren Niederschlägen eine Unterspülung der Straßendecke befürchtet werden muss. Auch die Gefahrenquellen im Bereich Denkmalsplatz / Bachdamm werden in Kürze beseitigt werden.

 Langfristig, etwa ab 2014 soll der Dorfbach renaturiert werden. Bei grob geschätzten 1,5 Millionen € Kosten wird dies aber nur möglich sein, wenn diese Maßnahme durch Fördermittel unterstützt wird. Eine entsprechende Antragstellung wird gegenwärtig vorbereitet.

Der Fortgang der Reparaturen wird durch die fehlenden Finanzen in der Haushaltskasse erschwert. Jeder Euro aus der Gemeindekasse, der dafür zusätzlich verwendet wird, geht unseren Bürgern an anderer Stelle verloren.

In Gesprächen, vor allem mit älteren Bürgern wurde zum Ausdruck gebracht, dass sich keiner von ihnen an eine solche Katastrophe in Hirschfeld erinnerte. Und so wurde auch oft die Meinung vertreten: „Früher war alles anders“. Doch was war anders?

Tatsache ist, der menschliche Einfluss auf die Natur ist größer geworden. Begradigte Flussläufe, wirtschaftlich genutzte Gewässer, verkrautete und nicht geräumte Flüsse, Bäche und Gräben, versiegelte Flächen und vieles andere sind Ursachen dafür, dass vermehrt auftretende Starkregenfälle, Straßen, Gehwege und Plätze zum Hochwasserproblem werden können. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass als Folge die Infrastruktur zu wenig vor den Fluten geschützt ist.

Was kann helfen, den Hochwasserschutz in Hirschfeld effektiver zu machen?

Spontan antworteten viele Befragte „ Alte Abflussrinnen entlang der Straßen und die Gräben reinigen sowie die Durchlässe säubern. Früher haben das die Bauern vor ihren Gehöften und an ihren Feldern und Vorländern selbst gemacht!“ Und heute??

Richtig ist, dass aus den verschiedensten Gründen diesbezüglich einiges vergessen und vernachlässigt wurde. Die finanziellen Mittel, die dafür zur Verfügung stehen, reichen nicht aus. Deshalb hat man sich auf das Notwendigste beschränkt. Das reicht eben nicht aus!  Die Gemeindevertretung hat sich zu Folgendem entschlossen:

Es wird mittelfristig eine Grundreinigung der Entwässerungsrinnen an den Wegen, Straßen, Gräben und des Dorfbaches durchgeführt. Die Durchlässe vor den privaten Grundstücken sollten jedoch von den Anwohnern gereinigt werden. Nach der erfolgten Grundreinigung werden die Anwohner gebeten mitzuhelfen, für Sauberkeit der Gräben und ihrer Durchlässe zu sorgen.

Damit soll der Hochwasserschutz, ohne größere Kosten, wesentlich verbessert werden. So könnten die Wassermassen, bei Starkregen schneller abfließen.

Es wäre eine kleine Mühe jedes Einzelnen, aber ein großer Schutz vor Hochwasserschäden.

Selbstverständlich werden die zuständigen Stellen bei ihren Aufgaben zur Grabenreinigung weiter in die Pflicht genommen werden.

Fotoserien

Hochwasser Juni 2012 (DO, 20. September 2012)

Gewitter und Starkregen versetzten am 05. 07.12 die Hirschfelder Bürger in Angst und Schrecken. 

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Veröffentlichung

Hirschfeld
Do, 20. September 2012

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